Die Werke des Bildhauers Leander, geboren 1990 , erscheinen dem Betrachter
einerseits immer vertraut, andererseits irritieren sie in ihrer formalen Ausprägung
oder dem Spiel mit den Maßstäben.
Denn Leander bezieht sich zwar auf traditionelle Bildhauerei, reflektiert diese
jedoch zeitgemäß und bisweilen in durchaus kritischer Auseinandersetzung.
Er bezieht eine eigenständige Position unabhängig von modisch
zeitgeistorientierten Strömungen.
Leander setzt sich in bemerkenswerter Weise mit dem Menschenbild auseinander.
Die in expressiver Formensprache interpretierte menschliche Gestalt wird darin
zum Synonym existenzieller Daseinsformen. Attribute wie ein Fotoapparat
der Teil des menschlichen Körpers wird, das Verschmelzen von
Mensch und Dingen sind Leanders Stärke.
Eine Krawatte größer als sein Träger  deutet eine Perspektivverschiebung an,
die häufig einen Teil des Bildhauer Leander auszeichnet.